Browser im Vergleich

Schnellübersicht – darum geht es auf dieser Seite: Stärken und Schwächen der Top-5-Internetbrowser | Verteilung der Marktanteile (in Österreich bzw. weltweit) | Download-Links für die Software | Alternative Browser

Mit welchem Internet-Browser fühlt man sich wie im siebten Himmel?

Schon lange Geschichte sind sie, die dunklen Zeiten, als es auf dem Browser-Markt kaum Alternativen gab. Derzeit bemühen sich fünf größere und viele kleine Anbieter um die Gunst der Kunden. Der Wettbewerb sorgt für viel Funktionalität und Komfort. Die Qual der Wahl ist groß – mit welchem Internet-Browser fühlt man sich nun wie im siebten Himmel?

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Österreich ist eines der wenigen verbliebenen Länder weltweit, in denen der Internet Explorer von Microsoft noch Nummer eins ist. Der ehemalige unumstrittene Weltmarktführer büßt aber auch hierzulande Monat für Monat an Reichweite ein. Im Juli 2013 lag diese bei 38,5 Prozent. Sehr stark sind in der Alpenrepublik auch der Open-Source-Browser Firefox (26,8) sowie Apples Safari (17,5). Nummer vier ist Chrome von Google (15,0). Abgeschlagen das skandinavische Nischenprodukt Opera (1,1). Alle anderen Browser haben laut ÖWA-Statistik zusammen einen Marktanteil von 1,1 Prozent. Diese Zahlen spiegeln nicht ausschließlich freie Wahl wieder. Ein großer Teil geht auf Bequemlichkeit zurück. Viele Internetnutzer begnügen sich mit vorinstallierten Browsern: Etwa Explorer auf Microsofts Windows-Betriebssystemen, Safari auf Apples MacOSX sowie iOS (iPad, iPhone), Chrome auf Googles Android. Erstaunlich ist daher der mittlerweile hohe Marktanteil (vor allem im deutschsprachigen Raum) von Firefox. Dieser Browser muss bewusst nachinstalliert werden. Auch Chromes Vormarsch auf Windows und MacOSX fällt in diese Kategorie (Chrome ist in weiten Teilen der Welt mittlerweile Nummer eins).

Wer maximalen Wert auf Sicherheit und Datenschutz legt, ist bei Opera oder Firefox (bei zusätzlicher Installation von Sicherheits-PlugIns wie NoScript, WOT, HTTPS Everywhere, u.a.) gut aufgehoben. Wer auf Schnelligkeit setzt, für den ist derzeit Chrome die erste Wahl, eventuell Safari ab Version 7.0 (wenn der versprochene 30prozentige Zuwachs an Geschwindigkeit von Apple gehalten werden kann). Wer einen optisch schönen, einfach zu bedienenden und übersichtlichen Browser haben möchte, der sollte Firefox, Chrome (jeweils alle Plattformen) und Safari (MacOSX, iOS, Windows) in

die engere Wahl nehmen. Wem die Wahl egal ist und auf Bequemlichkeit setzt, bleibt ganz einfach beim vorinstallierten Browser – Explorer (Windows), Safari (MacOSX, iOS), Chrome (Android). Die modernen Browser unterscheiden sich letztendlich nur geringfügig bei ihren Stärken und Schwächen, alle erfüllen ihren Zweck in ausreichendem Maße.

Unabhängig davon, für welchen Browser man sich entscheidet – folgende Vorsichtsmassnahmen sollten getroffen werden: Um für maximale Sicherheit zu sorgen, den Browser immer updaten und am letzten Stand halten. Es empfiehlt sich auch einen hilfreichen Browser-Check zu machen und die Tipps zu befolgen. Beispielsweise beim deutschen Anti-Botnet-Beratungszentrum hier.

Interessant ist die geografische Verteilung der Topwerte der Marktanteile der Browser. Chrome ist in Nord- und Südamerika, Russland, Australien, Nordafrika und Skandinavien die Nummer eins. Firefox ist in Zentralafrika, in Weiten Teilen des Nahen Ostens, in Indonesien sowie im deutschsprachigen Raum führend. Im südlichen Afrika, Japan und China konnte der Explorer bis heute seine Spitzenposition verteidigen.

Wer an alternativen Browsern interessiert ist, der sollte sich nach folgenden Produkten umsehen: Amaya (Windows, MacOSX, Linux, Unix), Arora (Windows, MacOSX, Linux, FreeBSD), Camino (MacOSX), Cruz (MacOSX), Lunascape (Windows), Maxthon (Windows), Midori (Windows, Linux), SeaMonkey (Windows, MacOSX, Linux). Für Sicherheits-Freaks unter Windows-Nutzern sind Comodo IceDragon, der auf Firefox basiert, bzw. Dragon, der auf Chrome basiert, hochinteressant (es handelt sich dabei um die gleiche Software nur mit unterschiedlicher Basis).

BROWSER-WISSEN
punktierte Linie
  • Zauberfuchs hat neben den eigenen Erfahrungen die Nutzerforen nach den Meinungen der Anwender durchforstet, aber auch Bewertungen von Fachmagazinen durchstöbert und in folgenden Überblick einfließen lassen.
  • Firefox: Das große Plus, neben hervorragenden technischen Werten, ist bei Firefox sicherlich, dass das Produkt aus der Netzgemeinde selbst stammt und nicht von einem der großen Technikunternehmen, die ihre Produkte natürlich nicht immer nur ganz uneigennützig gratis zur Verfügung stellen. Das zweite große Plus ist die Flexibilität: Durch eine Unmenge an AddOns (mehr als 100.000 Plugins verfügbar) kann der Browser für die eigenen Vorlieben toll maßgeschneidert werden. In älteren Versionen konnte er in punkto Geschwindigkeit noch nicht ganz mithalten, das hat sich aber stark gebessert. Auch in Sachen Sicherheit hinkt Firefox etwas hinterher, kann aber mit PlugIns an dieser Front gestärkt werden.
    Firefox-Download hier
  • Explorer: Microsofts Browser ist nicht mehr das Maß aller Dinge, was auch den Rückgang der Marktanteil erklärt. Er fällt zwar nicht auffällig zurück, zählt aber sicher nicht mehr zu den schnellsten, vor allem beim Grafik-Rendering. Optisch wirkt er hausbacken, ein Design-Relaunch würde ihm gut tun.
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  • Chrome: Google setzt bei Chrome auf Schnelligkeit. Da erzielt er Topwerte. Und dies wirkt wie ein Magnet, spült Chrome laufend neue Nutzer zu (an vorderster Front die Fans von Browser-Spielen). Google wäre nicht Google, wenn es nicht auch experimentelle Gadgets wie die Sprachsteuerung gäbe. Mit Vorsicht ist Chrome beim Aspekt persönliche Nutzerdaten zu genießen. Auf diese ist Google eben auf allen Ebenen scharf. Dies sollte man immer im Hinterkopf behalten. Mit einem Geburtsdatum von Ende 2008 ist Chrome der Jüngste im Bunde der Top-Browser.
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  • Safari: Relativ unauffällig bewegt sich Apples Safari im Rennen um die Gunst der Internetnutzer. Apple hat wie Google erkannt, dass das wichtigste Unterscheidungsmerkmal auf absehbare Zeit Geschwindigkeit sein wird, weshalb die nächste Version (7.0) vor allem in diese Richtung getrimmt wird (man spricht von 30 Prozent Steigerung). Safari hat seine Nische aber vor allem – in der mittlerweile nicht mehr kleinen – Apple-Welt (MacOSX und iOS). Eine Windows-Version wird weiterhin angeboten.
    Safari-Download hier
  • Opera: In Sicherheitstests schneidet der Browser aus Norwegen am besten ab. Phishing-Seiten werden zu jenseits der 90 Prozent erkannt (zum Vergleich: der Explorer schafft nur Werte um 80 Prozent). Begünstigt wird dies aber auch, weil Opera nicht vergleichbar stark verbreitet ist und Kriminelle den Skandinavier nicht gleich im Visier haben, wie die großen vier.
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