Jeder Typ hat seine Stärken

Schnellübersicht – darum geht es auf dieser Seite: Test des Vereins für Konsumenteninformation zeigt gute und passende Produkte für verschiedene Einsatzbereiche | Verschiedenste Formen, Qualitäten und Farbtemperaturen

Energiesparende Lampen im Test:
Jeder Typ hat seine Stärken

Geprüft wurden in einem aktuellen Test acht Kompaktleuchtstofflampen, eine Halogenglühlampe und sieben LED. Dabei bestätigten sich die Trends vergangener Tests: Während LED-Lampen besonders sparsam und langlebig sind, punktete die Halogenglühlampe erneut mit der besten Farbwiedergabe. Die Kompaktleuchtstofflampen dagegen schnitten zwar im Punkt Nutzlebensdauer ebenfalls gut ab, reichten jedoch bei den lichttechnischen Eigenschaften nicht an LED heran. Dennoch kein Grund, alte Birnen zu entsorgen. Wer die Eigenschaften der einzelnen Lampensorten kennt, findet für jede ihren optimalen Einsatzbereich. Alle Testergebnisse des Vereins für Konsumenteninformation und weitere Informationen gibt es hier zu finden.

Lesedauer   Lesedauer – für diesen Text benötigt ein durchschnittlicher Leser 2:00 Minuten  (Erklärung hier)

Früher genügte es, Wattzahl und Fassungsgröße zu kennen, um eine passende Glühlampe zu finden. Heute können Verbraucher zwischen verschiedensten Formen, Qualitäten und Farbtemperaturen wählen. Doch nicht jede Lampe ist für jedes Zimmer gleich gut geeignet. Im Wohn- bzw. Schlafbereicht steht die Farbtemperatur im Vordergrund, sie wird in Kelvin gemessen. Warmweißes Licht reicht von etwa 2700 bis 3200 Kelvin. Es entspannt und beruhigt. Noch niedrigere Farbtemperaturen sind für die Nachttischlampe zu
empfehlen, da sie den Schlaf-Wach-Rhythmus am wenigsten stören. Kompaktleuchtstofflampen sind hier eine gute Wahl.

Für den Arbeitsplatz ist Tageslicht am besten geeignet. Lampen, die diesem Licht nahekommen, weisen eine Farbtemperatur von über 5000 Kelvin auf. „Kaltweiß“ nennt man dieses bläuliche Licht. Es aktiviert, motiviert und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Verantwortlich dafür ist ein Rezeptor im Auge, der auf das Licht reagiert. Er

bremst u.a. die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin.

Beim Kochen und beim Essen kommt es vor allem auf eine gute Farbwiedergabe an. Hier sind Halogenglühlampen nach wie vor ungeschlagen. Ihr Licht weist ein gleichmäßiges Farbspektrum mit hohem Rotanteil auf. Auch viele LED im Test konnten auf eine gute Farbwiedergabe verweisen. Kompaktleuchtstofflampen neigen dagegen zu Verfälschungen. Die Farbwiedergabe wird im sogenannten Ra-Wert ausgedrückt. Nur Halogenglühlampen kommen auf den Bestwert 100, gut LED erreichen fast 90, Kompakte bleiben meist unter 80.

Egal, ob im Stiegenhaus, im Vorraum, im Bad oder auf der Toilette: Lampen werden hier oft ein- und ausgeschaltet. Kompaktleuchtstofflampen sind dafür nicht geeignet, da sie mitunter bis zu einer Minute oder länger benötigen, um nur die Hälfte ihrer Helligkeit zu erreichen. Halogen- und LED-Lampen kennen keine solchen Verzögerungen. Bei Minusgraden sind LED zudem im Vorteil: Je niedriger die Temperaturen, desto effizienter arbeiten sie. Damit sind sie die idealen Außenleuchten.

Foto: Shutterstock/FantomRd