Haustierfreundliche Weihnachten

Schnellübersicht – darum geht es auf dieser Seite: Wie man haustierfreundliche Feiertage verbringt | Tipps und Tricks, wie man Haustieren die Angst vor ungewohnten Aktivitäten zu Weihnachten und Silvester nimmt

Weihnachten und Silvester – gefährliche Zeiten für Haustiere

Weihnachten bedeutet heutzutage oft nicht nur Besinnlichkeit, sondern auch viel Trubel. Für Haustiere ist es sehr wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen, wenn Besuch kommt oder Hektik beim Kochen, Verpacken und Vorbereiten herrscht. Ideal und für Kleintiere und zurückhaltende Tiere unbedingt nötig, ist ein eigener Raum, der wie gewohnt bleibt und auch den Lärm abhält. Zumindest aber müssen Ruhezonen geschaffen werden, wo das Tier nicht gestreichelt oder angesprochen wird. Stehen Einkäufe und Besuche an, müssen Hunde bereits im Vorfeld behutsam an das Alleinbleiben gewöhnt werden.

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Bei der Weihnachtsdekoration sollte darauf geachtet werden, dass für Haustiere keine Gefahren entstehen. Unfälle wie Verbrennungen mit Kerzen, das Verschlucken von Kleinteilen oder das Abknabbern oder Schlucken von Dekoration wie Lametta oder Sprühschnee kommen immer wieder vor. Es ist darauf zu achten, dass weder das gewürzte Weihnachtsessen noch Schokolade und Süßwaren von den Tieren gefressen werden. Gesunde Leckerbissen als Geschenk in Form eines Suchspiels im Heu oder in einem Futterball sind eine perfekte Alternative.

„Bitte bedenken Sie auch bei Ihrer Urlaubsplanung,

dass Hunde am liebsten bei ihren Bezugspersonen sind, während Katzen und Kleintiere es bevorzugen, in der gewohnten Umgebung betreut zu werden“ sagt Sonja Weinand, Sprecherin des Vereins Pfotenhilfe. Tieren, die vor der Silvesterknallerei Angst haben, hilft es, wenn ihre Bezugspersonen bei ihnen sind und Ruhe ausstrahlen.

Jedes Jahr werden zahlreiche Haustiere einige Tage oder Wochen nach den Weihnachtsfeiertagen in Tierheimen abgegeben. Die Freude nimmt schnell ab, wenn klar wird, wie viel Zeit, Energie, Arbeit und Geld die Versorgung des Tieres mit sich bringt. „Wenn Sie jemandem den Wunsch nach einem Tier

erfüllen möchten, dann schenken Sie bitte einen Ratgeber zu der jeweiligen Tierart und einen Gutschein für einen Tierheimbesuch. So können die Beschenkten sich in Ruhe mit dem Gedanken auseinandersetzen und gemeinsam das Tier kennenlernen“ schlägt Weinand vor.

Das ist auch wichtig, weil jedes Tier einzigartig ist und von Charakter, Alter und Art her zum Halter passen sollte. Am besten eignet sich dafür die Zeit nach Silvester, denn das Tier sollte die neue Umgebung in Ruhe kennenlernen und nicht gleich mit Trubel, Hektik und vielen Besuchern sowie Silvester konfrontiert werden, bevor es seine Bezugspersonen richtig kennt.

Allen Tierfreunden legt der Verein Pfotenhilfe auch ans Herz, an die vielen Nutztiere zu denken, die nicht behütet in einem Zuhause wohnen, sondern ein kurzes Leben haben, das meist im Schlachthof endet. „Heutzutage gibt es viele schmackhafte fleischlose Festtagsmenüs mit köstlichen Tofu- oder Seitan-Varianten. Auch Süßwaren lassen sich einfach und schmackhaft ohne die Verwendung von Milch oder Ei herstellen.

Der Verein Pfotenhilfe bietet zahlreiche tierfreundliche Rezepte an (hier unter der Rubrik „Rezept der Woche“ zu finden).

Foto: Shutterstock/WilleeCole