Eine Runde Teekunde

Schnellübersicht – darum geht es auf dieser Seite: Teekunde: Herkunft, Arten und Verarbeitungsmethoden von Tee | Richtige Zubereitung und Lagerung | Inhaltsstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit

Tee ist kein Durstlöscher, Tee
steht für Genuss und Entspannung

Tee ist eines der ältesten und am häufigsten konsumierten Getränke der Welt. Nur Wasser wird noch häufiger getrunken. Tee findet allerdings nur selten Verwendung, um banal den Durst zu löschen (ausgenommen vielleicht der aus den USA stammende Eistee). Tee steht für Genuss und Entspannung. Die ersten Hinweise auf die Verwendung von Tee finden sich in China. Vor beinahe 5000 Jahren wurde dort bereits Grüner Tee getrunken.

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TEEKUNDE. Tee ist ein Aufguss aus getrockneten oder fermentierten Teeblättern (manchmal inklusive Knospen und Trieben des Teestrauches). Weltweit werden tausende Sorten gehandelt. Es gibt allerdings nur eine kultivierte Teepflanze (Camellia sinensis) mit drei Untervarianten. Alle anderen Sorten sind Kreuzungen. Angebaut wird der Teestrauch mittlerweile auf der ganzen Welt, die wichtigsten Anbaugebiete liegen jedoch in Indien, Sri Lanka und China. Tee wird prinzipiell in drei Kategorien eingeteilt: Getrockneter Tee (Grüner Tee), fermentierter Tee (Schwarzer Tee) und halbfermentierter Tee (Oolong Tee). Getrocknet wird meist mit Heißluft (85 Grad und mehr). Fermentieren bedeutet, dass die Inhaltsstoffe der Teeblätter durch Sauerstoff oxidiert werden. Als edelste Teesorte gilt Weißer Tee. Bei dessen Herstellung werden nur die jüngsten Blätter und noch ungeöffnete Knospen des Teestrauches verwendet. Deshalb genießt er auch eine Sonderstellung. Weißer Tee zählt aber eigentlich zur Sorte Grüner Tee.

ZUBEREITUNG. Um den vollen Teegenuss zu bekommen, sollte man zu qualitativ gutem Tee

greifen. Dieser ist nicht viel teurer. Möglichst weiches, kalkfreies Wasser ist optimal für die Zubereitung. Bei losem Schwarzen Tee nimmt man pro Tasse einen Teelöffel Tee. Möchte man den Tee auf der kräftigeren Seite haben, noch einen Extralöffel zusätzlich in die Kanne. Dann mit heißem Wasser übergießen und maximal fünf Minuten ziehen lassen. Keinesfalls länger, sonst wird der Tee bitter.

Bei Grünem Tee dosiert man etwa zehn Gramm für einen Liter Wasser. Dieses sollte man nach dem Aufkochen wieder abkühlen lassen und erst dann (bei etwa 60 Grad) den Tee dazugeben und ziehen lassen. Der Sud bleibt im Wasser. Grünen Tee kann man immer wieder aufgießen, allerdings sollte dann die Dosierung erhöht werden.

WIRKUNG. Tee ist gesund. Er hat eine beruhigende Wirkung auf die Verdauung (der Inhaltsstoff Tannin, ein Gerbstoff, ist dafür verantwortlich), aber auch eine antimikrobielle Wirkung (Inhaltsstoff Catechin). Tee schützt vor vielen Bakterien und Viren. Grüner Tee enthält dreimal mehr Catechin, als Schwarzer Tee.

DAS KLEINE TEE-ABC
punktierte Linie
  • Blütentee: Genau genommen kein richtiger Tee, sondern ein Aufguss aus Blumenblüten. Ausnahme: Manchmal werden Schwarzer oder Grüner Tee dazugemischt.
  • Früchtetee: Genau genommen kein richtiger Tee, sondern ein Aufguss aus getrockneten Früchten.
  • Gerbstoffe: Sie – beispielsweise Tannin – verleihen dem Tee den leicht bitteren Geschmack und wirken beruhigend auf die Verdauung.
  • Haltbarkeit: Zwar sollte Tee relativ frisch verwendet werden, da sich die Aromastoffe mit der Zeit verflüchtigen. Prinzipiell haltbar ist Tee aber bei guter Lagerung etwa drei Jahre.
  • Hausmittel: Abschwellend – Bei Schwellungen, beispielsweise Augenschwellung, Teebeutel in Wasser geben und etwa eine Viertelstunde auf das geschlossene Lid legen. Geruchskiller – bei Fußgeruch warmen Schwarzen Tee für ein Fußbad verwenden. Verdauungsfördernd – bei Durchfall Schwarzen Tee zehn bis 15 Minuten lang ziehen lassen und dann trinken.
  • Koffein: Meist auch Teein genannt. Im Gegensatz zu Kaffee wirkt das Koffein beim Tee langsamer und weniger stark, dafür aber länger, weil es in anderer Form in der Teepflanze enthalten ist. Die Wirkungsweise ist somit schonender.
  • Kräutertee: Genau genommen kein richtiger Tee, sondern ein Aufguss aus Kräutern.
  • Lagerung: Tee sollte lichtgeschützt, luftdicht verpackt und trocken aufbewahrt werden. Nur so erhalten sich die Aromen. Diese zerfallen nämlich ähnlich wie bei Kaffee unter Licht- und Sauerstoffeinfluss. Auch Fremdgerüche können so nicht aufgenommen werden. Grünen Tee empfiehlt es sich im Kühlschrank aufzubewahren.
  • Teebeutel: Bei Qualitätsherstellern ist auch in den praktischen Beuteln Tee mit sehr guter Qualität abgepackt. Nach Öffnung der Packung ist aber die richtige Lagerung einzuhalten, da normalerweise nicht jeder einzelne Teebeutel aromasicher verpackt ist (siehe Lagerung).
  • Wasser: Für die Teezubereitung sollte möglichst weiches Wasser verwendet werden.
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