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Spieglein, Spieglein in der Hand…

Von Nikoletta Zambelis | …wer hat eine Idee, was ein Zauberspiegel ist?

Viele Nachfragen in der Zauberfuchs-Redaktion machten deutlich, dass ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in Episode 001 des „Zauberspiegels“ gleichsam mit dem Rebhuhn ins Haus gefallen bin. Dabei hätte ich Ihnen vorab freundlicherweise darlegen sollen, was es mit der Kolumne auf sich hat. Eines noch vorab, bevor ich das später vielleicht auch wieder vergesse: Ich entschuldige mich natürlich dafür.

Der Sinn eines Zauberspiegels besteht darin, das Bild das man ihm zur Verfügung stellt, in veränderter Weise zurückzuwerfen. Das derart verzauberte Spiegelbild kann schöner, hässlicher, dicker, dünner, länger, kürzer oder überhaupt von allem ein bisschen sein.

Der Sinn der „Zauberspiegel“-Kolumne ist genau der gleiche. Auch hier erhalten Themen des aktuellen Geschehens oder aber auch allgemeiner Natur ein

Meinung

verzaubertes Spiegelbild. Wozu das gut sein soll? Nun, ich denke, dafür gibt es viele Argumente. Zum einen sind manche Dinge, die geschehen, so gruselig, dass man sie verzaubern muss, um sie überhaupt ertragen zu können. Manch anderes Thema kann, durch den Zauberspiegel betrachtet, überhaupt erst auf einen einfachen, und damit verständlichen Punkt gebracht werden. Nicht zu vergessen die Geschichten, die uns erst im Zauberspiegel betrachtet auch einmal zum Lachen bringen. Denn wie wir ja wissen, ist Lachen gesund und löst vor allem Verkrampfungen.

Und schlussendlich gibt es noch die Ereignisse, die wir uns erst nach ihrer Verzauberung genauer anschauen wollen, weil sie uns sonst zu sehr erschrecken würden. Wie zum Beispiel mein eigener Anblick frühmorgens nach dem Aufstehen. Da wäre ein Zauberspiegel doch ein eindeutiger Vorteil.