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Die Weihnachts-Feierfalle

Von Nikoletta Zambelis | Wenn fasten, dann fasten, wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn

Keine Firma ist dazu verpflichtet, zu einer Weihnachtsfeier einzuladen. Doch wer eine anbietet, sollte gut überlegen, was eigentlich ihr Zweck sein soll. Denn dieser bestimmt nicht nur Ort, Menü und Ansprachen, sondern viel mehr noch die Emotionen der Eingeladenen und die weitere Akzeptanz des Festes.

Es gibt zum Beispiel das Modell „Weihnachtsfeier mit Befehlsausgabe“. Organisatorisch ist das vielleicht sinnvoll, weil man viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einmal erreicht. Doch gleichzeitig degradiert man damit den Wert der Feier – und auch den der Befehlsausgabe. Denn spätestens bei der zweiten derart choreographierten Veranstaltung werden sich Ihre

Meinung

Leute hinters Licht geführt fühlen und entweder die Befehle im Mäntelchen der Feier nicht mehr ernst nehmen (was schlecht ist), oder die Weihnachtsfeier nicht mehr positiv begrüßen – was auch schlecht ist und obendrein noch Geld verschwendet. Beim dritten Mal kommen die meisten schon gar nicht mehr.

Wenn also Ihre heurige Weihnachtsfeier von allen freudvoll geschätzt werden soll, dann sollte sie auch eine Feier bleiben. Befehle kann man schließlich das ganze Jahr über erteilen. Oder wie die Karmelitin und Mystikerin Teresa von Avila (sicher nicht deshalb, aber passend dazu) meinte: „Wenn fasten, dann fasten, wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn.“