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Film-, Fernseh-
und Theaterperlen

Von Harald Mayr | Die Tipps vom 9. Jänner bis 22. Jänner 2016.
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Im Fernsehen:

Samstag | 9. Jänner | EINS FESTIVAL | 14:40-16:20 | Der Geschmack von Schnee — Snow Cake
Ein wunderbarer Film, der im tief verschneiten Kanada spielt. Sigourney Weaver als autistische, ein wenig zurückgebliebene Mutter eines zu Tode gekommenen Mädchens und Alan Rickman bieten eine tolle Leistung. Der Film ist sehr empfehlenswert.

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Sonntag | 10. Jänner | EINS FESTIVAL | 20:15-21:45 | Uns trennt das Leben
Ein ganz toller Film. Preiswürdig. Ein Kind tötet ein anderes Kind. War es Totschlag oder ein Unfall?

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Sonntag | 10. Jänner | ORF2 | 23:05-0:40 | Zwischen uns das Paradies
Mein Geheimtipp! Auf diesen Film würden Sie wahrscheinlich nicht kommen, dabei ist er für mich ganz ausgezeichnet. Eine Stewardess und ein Fluglotse in Sarajevo. Er wird in einem Lager überzeugter Wahhabit. So werden die Anhänger einer puristisch-traditionalistischen Richtung des sunnitischen Islam genannt. Sie wird damit konfrontiert und hat als selbstbewusste Frau natürlich Probleme.

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Sonntag | 10. Jänner | NDR | 23:10-0:50 | Arbitrage
Ein sehr guter, empfehlenswerter Film. Richard Gere ist in diesem Film ein widerlicher, charmant-arroganter Typ. Zitat: „Man macht beschissen viel Geld.“ Das ist Kapitalismus in Reinkultur.

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Dienstag | 12. Jänner | 3SAT | 20:15-21:45 | Bloch: Bauchgefühl
Ein sehr guter, aber belastender Film aus der „Bloch“-Reihe mit Dieter Pfaff, der 2013 verstorben ist. Maria Kwiatkowsky als Magersüchtige in der Hauptrolle war eine tolle Schauspielerin, die 2011 mit nur 26 Jahren an einer Überdosis Kokain starb.

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Dienstag | 12. Jänner | WDR | 22:10-23:50 | Die Spiegel-Affäre
Meisterhafter Politkrimi aus der Historienwerkstatt des Fernsehens. Großartig inszeniert, souverän gespielt, allemal gelungen mit einigen neuen Einsichten. Jedenfalls für mich.

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Mittwoch | 13. Jänner | ORF1 | 21:55-23:35 | Colombiana
Ein guter neuer Film von Luc Besson. Zoe Saldana als Cataleya führt einen Rachefeldzug. Als Kind musste sie mit ansehen, wie ihre Eltern in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota ermordet wurden. Heute ist Cataleya selbst eine eiskalte Mörderin…

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Freitag | 15. Jänner | ARTE | 20:15-21:45 | Auge um Auge
Mir hat dieser Film sehr gut gefallen, besonders die zurückhaltende Schauspielkunst von Marie-Josée Croze. Allerdings eher nur sehr bedingt empfehlenswert für jene, die den langen Rachefeldzug der Hauptdarstellerin durch Südamerika mitmachen wollen.

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Samstag | 16. Jänner | 3SAT | 21:35-23:00 | Chloe
Ein sogenanntes Erotikdrama, wie es im Teaser heißt. Ich nenne Chloe einfach einen guten Film mit der wunderbaren Julianne Moore. Mit dem Terminus „Erotikdrama“ kann ich wenig anfangen.

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Sonntag | 17. Jänner | EINS FESTIVAL | 20:15-21:45 | Mobbing
Ein großartiger Film, veredelt durch die tollen Schauspieler Susanne Wolff und Tobias Moretti. Ein durchaus interessantes, aber belastendes Thema.

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Sonntag | 17. Jänner | ORF2 | 20:15-21:50 | Tatort: Abgründe
Ein exzellenter österreichischer Tatort über Kinderprostitution. Ich glaube, der Gedankenansatz zu diesem Film war die jahrelange Leidensgeschichte von Natascha Kampusch.

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Montag | 18. Jänner | EINS PLUS | 21:45-23:42 | Nach der Hochzeit
Ein wunderbarer, berührender Film. Es geht um die Frage der Verantwortung für das eigene Leben und das anderer. Eindrucksvoll sind die sorgfältige Inszenierung von Susanne Bier und die schauspielerischen Leistungen.

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Dienstag | 19. Jänner | 3SAT | 20:15-21:45 | Bloch: Der Heiland
Ein wunderbarer Film, der zeigt, welch großartiger Schauspieler Matthias Habich in jedem Lebensalter ist.

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Dienstag | 19. Jänner | BAYERN | 20:15-21:45 | Tatort: Eine bessere Welt
Ein sehr guter Krimi, zum Schluss leider mit einigen Dummheiten. Nina Kunzendorf wie immer wunderbar.

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Mittwoch | 20. Jänner | DAS ERSTE | 20:15-21:45 | Operation Zucker. Jagdgesellschaft
Ein guter, aber schlimmer Film. Kinderhandel, Kinderprostitution, Mädchen aus Rumänien. Sehr schwer zu ertragen aber empfehlenswert.

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Mittwoch | 20. Jänner | SWR | 22:00-23:30 | Tatort: Der traurige König
Sehr guter Tatort mit den wunderbaren Wiener Schauspielern Elisabeth Orth und Wolfgang Hübsch. Ein wenig überzogen finde ich die Sache mit einem internen Übermittler, deshalb sehe ich diesen Krimi trotz Empfehlung nicht unkritisch.

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Freitag | 22. Jänner | ZDF KULTUR | 20:15-21:40 | Waffenstillstand
Ein guter Film über Medikamententransporte im Irak und die ständige Konfrontation mit der tödlichen Gefahr. Matthias Habich (schon auf dieser Seite erwähnt) spielt sehr glaubhaft einen idealistischen Arzt.

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Oper, Ballett und Schauspiel im Fernsehen:

Sonntag | 10. Jänner | ORF III | 17:05-19:20 | Der Zigeunerbaron
Seefestspiele Mörbisch 2000. Keine Operette passt wohl so gut in das pannonische Ambiente der Mörbischer Seefestspiele wie „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß. Der „Zigeunerbaron“ zählt bis heute nach der „Fledermaus“ zu den meistaufgeführten Strauß-Operetten. Lieder wie „Ja, das Schreiben und das Lesen“ und „Borstenvieh und Schweinespeck“ haben sich längst aus der Gesamtkomposition verselbstständigt und einen eigenen musikalischen Siegeszug angetreten. Im sommerlichen Flair der Seebühne inszenierte Publikumsliebling Heinz Marecek im Jahr 2000 diese Operette. Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Rudolf Bibl. Das Bühnenbild und die Kostüme besorgte Rolf Langenfass. Es singen u.a. Heinz Zednik, Peter Edelmann und Martina Serafin.

Sonntag | 10. Jänner | ORF III | 20:15-22:35 | Macbeth
Basierend auf der Tragödie von William Shakespeare, entführt uns Giuseppe Verdi in seiner Oper „Macbeth“ ins Schottland des 11. Jahrhunderts: Dem Feldherrn Macbeth wird von Hexen geweissagt, dass er eines Tages König von Schottland sein werde. Als seine machthungrige Gattin von der Prophezeiung erfährt, überredet sie Macbeth dazu, den Weg des Schicksals zu beschleunigen und den jetzigen König zu ermorden. Mit Leo Nucci (Macbeth), Samuel Ramey (Stimme von Banco), Johan Leysen (Banco), Shirley Verrett (Lady Macbeth) Dirigent Riccardo Chailly. Opernfilm 1987.

Sonntag | 17. Jänner | ORF III | 8:10-10:00 | Fedora
Plácido Domingo feiert 75. Geburtstag. Oper von Umberto Giordano in einer Inszenierung der Mailänder Scala aus dem Jahr 1993 mit Mirella Freni und Plácido Domingo in den Hauptrollen. Am Dirigentenpult: Gianandrea Gavazzeni — eine nicht bestätigte Annahme von mir. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte dem Tagesprogramm. Der Teaser erscheint leider erst kommende Woche.

Sonntag | 17. Jänner | ORF III | 14:40-17:25 | Il Trovatore
Plácido Domingo feiert 75. Geburtstag. Liebe, Eifersucht, Hass und Rache stehen im Zentrum der Verdi-Oper, und keine Geringeren als Anna Netrebko, Plácido Domingo und Francesco Meli werden diese Gefühle dem Publikum vermitteln. Regie führt der Lette Alvis Hermanis, am Pult der Wiener Philharmoniker steht Daniele Gatti.

Sonntag | 17. Jänner | ORF III | 20:15-22:15 | Tosca
Plácido Domingo feiert 75. Geburtstag. Verfilmung der Oper von Giacomo Puccini aus dem Jahre 1976 mit Raina Kabaivanska und Plácido Domingo.

Sonntag | 17. Jänner | ORF III | 22:15-0:45 | Madame Butterfly
Plácido Domingo feiert 75. Geburtstag. Die Geschichte führt uns in die japanische Stadt Nagasaki zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Der amerikanische Marineoffizier Pinkerton und die japanische Geisha Cio-Cio San, genannt Butterfly, heiraten nach japanischem Recht — womit der Gatte die Ehe mit dem Ende seiner Stationierung und seiner Abreise als beendet betrachtet. Butterfly hingegen hält an der Verbindung fest und wartet drei Jahre lang auf die Rückkehr ihres Mannes. Als dieser eines Tages tatsächlich wiederkehrt, erscheint er in Begleitung seiner amerikanischen Frau und ist fest entschlossen, das einst mit Butterfly gezeugte Kind nach Amerika mitzunehmen. Butterfly zerbricht daran und begeht Selbstmord. Als Puccini in London das Theaterstück „Madame Butterfly“ von David Belasco erlebte, verstand er zwar kaum ein Wort der englischsprachigen Aufführung, spürte aber intuitiv das Potenzial dieses Stoffes. 1904, vier Jahre später, wurde seine Interpretation an der Mailänder Scala uraufgeführt. Der italienische Komponist sah sie zeitlebens als sein bestes Werk an. Tatsächlich entspricht es seiner selbstgewählten Maxime der „Musik der kleinen Dinge“: Musikalische Feinarbeit, berückende Melodik, eine Prise Exotik und satte Klangfarben haben das Werk längst unsterblich gemacht. In dieser Opernverfilmung aus dem Jahre 1974 dirigiert Herbert von Karajan die Wiener Philharmoniker, Regie Jean-Pierre Ponnelle. Mit Mirella Freni, Plácido Domingo, Christa Ludwig, Robert Kerns und Michel Sénéchal.

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