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Film-, Fernseh-
und Theaterperlen

Von Harald Mayr | Die Tipps vom 2. Mai bis 15. Mai 2015.
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Im Fernsehen:

Samstag | 2. Mai | PULS4 | 22:40-0:50 | Eine offene Rechnung
Mit Werbepausen! Agententhriller: Mossad sucht NS-Kriegsverbrecher. Der Film hat mich begeistert. Unterschiedliche Zeitebenen werden interessant verknüpft und lassen den Zuschauer in die Welt der Hauptcharaktere einsteigen. Helen Mirren bietet wie immer eine wunderbare schauspielerische Leistung.

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Dienstag | 5. Mai | BAYERN | 20:15-21:45 | Tatort: Machtlos
Ein nahezu gewaltfreier Tatort mit interessantem Plot, und Edgar Selge mit seinem Sohn ist auch für Nicht-Tatort-Freunde durchaus sehenswert.

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Dienstag | 5. Mai | ZDF KULTUR | 20:15-21:45 | Keine Sorge, mir geht’s gut
Der französische Film ist ein preisgekröntes, großartig gespieltes Familiendrama von Philippe Lioret („Die Frau des Leuchtturmwärters“) mit überraschender Auflösung. Sensationell Mélanie Laurent (Preisträgerin César), eine für mich vorher unbekannte Schauspielerin.

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Freitag | 8. Mai | ZDF KULTUR | 20:15-21:55 | Kriegerin
Ein exzellenter Film, der in der rechtsradikalen Szene spielt. Alina Levshin bietet eine Glanzleistung.

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Mittwoch | 13. Mai | 3SAT | 22:20-0:15 | Ajami
Ein jüdischer Film, wurde mit vielen Preisen und einer Oscarnominierung ausgestattet. Das Aufeinandertreffen von Juden und Arabern in Ajami, einem Stadtviertel von Jaffa-Tel Aviv. Die Hauptrollen sind mit Laien besetzt, die selbst aus diesem gewaltbereiten Milieu kommen.

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Donnerstag | 14. Mai | BAYERN | 22:00-23:30 | Landauer — Der Präsident
Da ich auch Fußballfan bin, empfehle ich diesen Film, weil Josef Bierbichler ein guter Schauspieler ist. Er spielt glaubhaft den ersten Präsidenten von Bayern München. Bei meinem Arbeitsantritt als junger „Hupfer“ am Tiroler Landestheater haben mir meine älteren Kolleginnen gesagt: „Ein Theatermensch hat mit Fußball nichts am Hut“. Das passe nicht zusammen. Also habe ich still und unerkannt in meinem Heimatdorf gespielt und konnte trotzdem meinen Stolz bei geschossenen und geköpftelten Toren nicht unterdrücken.

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Donnerstag | 14. Mai | ORF1 | 0:00-1:50 | The International
Leider vom ORF keine näheren Informationen! Ein guter Krimi von Tom Tykwer mit Naomi Watts, Clive Owen (toll), Armin Mueller Stahl und Ulrich Thomsen.

Freitag | 15. Mai | ORF1 | 1:50-4:20 | München
Ein bewegendes Drama über die Terroranschläge während der Olympischen Spiele 1972 in München, das beschreibt wie Israel darauf reagierte. Ein hervorragendes Ensemble agiert unter der Regie von Steven Spielberg.
Freitag | 15. Mai | ARTE | 20:15-21:45 | Eltern
Ein guter neuer Film, der erst kürzlich in den Kinos gespielt wurde. Als Vater von zwei Töchtern hat man schon oft ähnliche Situationen erlebt.
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Freitag | 15. Mai | EINS FESTIVAL | 20:15-21:45 | Der verlorene Sohn
Ein interessantes durchaus aktuelles Thema: Der behütete Sohn kommt in falsche Gesellschaft und konvertiert zum Islam. Nach zwei Jahren in einem israelischen Gefängnis kommt der junge Mann geläutert (?) zurück.

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Oper, Ballett und Schauspiel im Fernsehen:

Samstag | 2. Mai | 3SAT | 20:15-21:45 | Common Ground
Als Medienpartner des Theatertreffens der Berliner Festspiele überträgt 3sat drei „Starke Stücke“ von den zum Theatertreffen 2015 (1.—17. Mai) eingeladenen Inszenierungen.
Die israelische Regisseurin Yael Ronen schafft es mit ihrem Stück „Common Ground“, das Publikum gleichzeitig zum Weinen und zum Lachen zu bringen. Am Maxim Gorki Theater in Berlin versammelt sie Menschen auf der Bühne, die alle aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen — Bosnier, Serben, Kroaten. Die Nachfahren von Tätern und Opfern stehen nebeneinander. So wird das Theater zu einem Ort der Verhandlung und Bewältigung, zur Aufarbeitung unterschiedlicher Geschichten und unterschiedlich erlebter Geschichte. Spielerisch, humorvoll und hoch emotional treffen hier Klischees, Schuldzuweisungen und ein dennoch tief empfundenes Gemeinschaftsgefühl aufeinander. Mit Vernesa Berbo, Niels Bormann, Dejan Bucin, Tina Keserovic, Mateja Meded, Jasmina Music, Orit Nahmias, Aleksandar Radenkovic,

Samstag | 2. Mai | 3SAT | 21:55-23:25 | Tinguely
Eine Dokumentation über den wunderbaren Künstler und Ehepartner von Niki de Saint Phalle. Hinweis: Es gibt in Basel ein wunderbares Museum ausschließlich mit Werken von Jean Tinguely. Hier kann man dessen Kunstobjekte nicht nur anschauen, sondern auch in Bewegung setzen. Das Museum ist sehr für Kinder geeignet.
Sonntag | 3. Mai | ATV2 | 16:25-18:55 | Maria Stuarda
Oper von Gaetano Donizetti in einer Aufführung der Metropolitan Opera New York aus dem Jahr 2013. Dirigent: Maurizio Benini. In den Hauptrollen: Joyce DiDonato, Elza van den Heever, Matthew Polenzani, u.a.
Sonntag | 3. Mai | ORF III | 17:25-19:10 | Wiener Blut
Verfilmung der Operette von Johann Strauss aus dem Jahre 1942 mit Maria Holst, Willy Fritsch, Fred Liewehr, Hedwig Bleibtreu, Hans Moser, Theo Lingen u.a.
Sonntag | 3. Mai | ORF III | 20:15-22:25 | Fidelio
Oper von Ludwig van Beethoven. Beethovens einzige Oper fesselt auch das heutige Publikum mit ihrer zeitlosen Thematik, dem ewigen Faszinosum der wahren Liebe. Florestan, der vom Gouverneur Don Pizarro willkürlich eingekerkert wurde, sehnt sich nach Freiheit. Seiner mutigen Frau Leonore gelingt es schließlich als Mann verkleidet und unter dem Namen Fidelio, ihren Gatten zu befreien.
Dirigent James Levine, Regie Jürgen Flimm, mit Karita Mattila (Leonore), Ben Heppner (Florestan), Falk Struckmann (Don Pizarro), René Pape (Rocco). Chor und Orchester der Metropolitan Opera, 2000
Samstag | 9. Mai | 3SAT | 20:15-21:55 | Die lächerliche Finsternis
Vom Theatertreffen der Berliner Festspiele. „Die lächerliche Finsternis“ vom Burgtheater Wien. Wenn Afghanistan ein Dschungel wäre und der Hindukusch ein Fluss: Angelehnt an Coppolas „Apocalypse Now“ macht sich Hauptfeldwebel Pellner auf die Suche nach Oberstleutnant Deutinger, der im afghanischen Urwald zwei Kameraden erschossen hat. Mit einem Patrouillenboot fährt seine Gruppe immer tiefer in die Finsternis der Sinnlosigkeit des Krieges. Was das mit einem somalischen Piraten zu tun hat, der sich in breitestem Wiener Dialekt vor dem Hamburger Landgericht zu verteidigen hat, klärt Regisseur Dusan David Parízek nach und nach mit bitterem Humor auf. Vorgetragen von vier Burgschauspielerinnen in Männerrollen. R: Dusan David Parizek, mit Catrin Striebeck, Stefanie Reinsperger, Dorothee Hartinger, Frida-Lovisa Hamann
Sonntag | 10. Mai | ATV2 | 16:20-18:55 | Un ballo in maschera
Oper von Giuseppe Verdi in einer Aufführung der Metropolitan Opera New York aus dem Jahr 2012. Dirigent: Fabio Luisi. In den Hauptrollen: Marcelo Álvarez, Sondra Radvanovsky, Dmitri Hvorostovsky, Stephanie Blythe u.a
Sonntag | 10. Mai | ORF III | 20:15-21:55 | Eine Nacht in Venedig
Weiß der Teufel, warum der ORF zur besten Sendezeit einen alten Strauss-Operettenfilm aus dem Jahr 1974 sendet?
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Tipp:

Ich war kürzlich in einer Ausstellung der Künstlerin Ilse Abka-Prandstetter im „Art Depot Innsbruck“ und war vom Raum und von den darin präsentierten Kunstwerken sehr angetan. Ich kann einen Besuch in dieser Galerie sehr empfehlen.

Tipp für Opernfreunde, speziell für jene der Wiener Staatsoper

Ich habe mich entschlossen, Vorstellungen der Wiener Staatsoper live und in wunderbarer Bild- und Musikqualität am Computer bzw. auf dem Fernsehbildschirm mitzuerleben.

Seit kurzer Zeit gibt es ja das Streaming-Angebot von Videoaufzeichnungen und Liveübertragungen der Opernvorstellungen. Ich habe so Arabella, Meistersinger, Simone Boccanegra und den Fliegenden Holländer miterlebt. Wunderbar.

Es geht so:

•   Man muss sich auf „culturall“ mit einem Benutzernamen und einem Passwort registrieren (hier zu finden).
•   Wahlmöglichkeit: 1. Live-Programm (kostet 14 Euro), 2. Videothek (kostet fünf Euro)
•   Kaufen mit Kreditkarte.
•   Nach dem Kauf bzw. der Bezahlung ist dann der Stream in „Mein Bereich“ abgelegt.
•   Ideal wäre den PC mit dem Fernseher durch ein Kabel zu verbinden (es geht auch über Tablet z.B. über iPad).
•   Kopfhörer, miterleben!

Hinweis: Da es bei Videoübertragungen keine Untertitel gibt, habe ich mir das Textbuch (z.B. von Arabella) auf das Tablet geladen und mitgelesen (hier zu finden).

Also Viel Erfolg und Vergnügen.

P.S. Es ist für jemanden wie mich, der sich ja das Computerzeitalter erst in gehobenem Lebensalter mühsam erarbeiten musste nicht einfach gewesen.