Ur-Opas Zeitung Episode 003

Ungeheuerliches: Nessie treibt auch im Tiroler Blätterwald ihr Unwesen

Erstaunliches, Spannendes, Kurioses und Berührendes findet man in alten Zeitungen. Für Zauberfuchs blättert der Historiker Stefan Dietrich in den Gazetten längst vergangener Tage.

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Bücher und TV-Dokumentationen über das „Ungeheur vom Loch Ness“ sind meist bemüht, angebliche Sichtungen des weltberühmten Monsters anzuführen, die weit in die Geschichte zurückreichen. Tatsächlich begann „Nessies“ Karriere als Medienstar jedoch erst 1933. Am 2. Mai 1933 berichtete der „Inverness Courier“, dass ein Einheimischer „ein riesiges, im Loch tauchendes Tier“ beobachtet habe. Wenig später griffen Londoner Zeitungen die Meldung auf. Und sofort belagerten Journalisten, Fotografen und Monsterjäger die Ufer des schottischen Sees: Ein unsterblicher Medienstar aus dem nebulosen Grenzbereich von Fantasie und Wirklichkeit war geboren.

Bemerkenswert ist, dass schon damals auch Tiroler Zeitungen den Mythos der urzeitlichen Seeschlange aus den Tiefen des Loch Ness zum Thema machten, wie der hier wiedergegebene

Ur-Opas Zeitung Episode 003

Artikel aus der „Volkszeitung“ vom 15. Dezember 1933 beweist.

Der Absatz darunter stammt aus einem weiteren Artikel über das Sensationsthema „Nessie“ aus der Volkszeitung vom 19. Jänner 1934.

Faksimile-Artikel: Volkszeitung (15. Dezember 1933), Volkszeitung (19. Jänner 1934)