Liebling der Kinder vom Aussterben bedroht

Forscher schlagen Alarm: Liebling der Kinder vom Aussterben bedroht

Forscher der Universität Innsbruck sorgten dieser Tage für eine Aufsehen erregende und zugleich deprimierende Entdeckung. Tirol ist drauf und dran eine vor allem bei Kindern sehr beliebte Art für immer zu verlieren. Jedenfalls ergaben empirische Erhebungen der Wissenschaftler, dass die Zahl der Schneemänner rapide zurückgeht. Die Forscher befürchten, dass Schneemänner hierzulande akut vom Aussterben bedroht sind. Jetzt wird fieberhaft nach den Ursachen gesucht.

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Eigentlich geht diese Entdeckung auf einen Zufall zurück. Dank Frühlingsbeginn war die Tiroler Population der Schneemänner, die im Verlauf des Winters vielfach eingeschneit war, ausgeapert. Dabei stellten die Innsbrucker Wissenschaftler, die sich mit der Schneemann-Forschung beschäftigen, allerdings fest, dass an Stellen, wo man im Winter noch Exemplare dieser Art gesichtet hatte, jetzt keine mehr aufzufinden waren. Zuerst wurde gerätselt, ob es zu einer Abwanderung der Schneemänner gekommen sei, doch auch Forscher-Kollegen der Innsbrucker in Südtirol und in Bayern vermelden das gleiche alarmierende Phänomen – sie finden ebenfalls kaum noch Schneemänner.

Nur noch robuste, groß gewachsene Vertreter der Art wurden zuletzt in freier Wildbahn gesichtet. Aber auch diese machen einen kränklichen Eindruck, was die Wissenschaftler nun zur Annahme brachte,

dass die Art im Aussterben begriffen ist. Jetzt werden die letzten verbliebenen Exemplare rund um die Uhr beobachtet, um herauszufinden, was der Grund für das Verschwinden ist, um die Art eventuell doch noch retten zu können. „Es handelt sich möglicherweise um einen irreversiblen Prozess, der die Biodiversität des Landes erheblich vermindern würde. Wir werden versuchen, einige gesunde Exemplare einzufangen, und in Zusammenarbeit mit dem Innsbrucker Alpenzoo ein Nachzuchtprogramm zu installieren“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Schmelzer von der Universität Innsbruck.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe von den Grünen, in Tirol für den Naturschutz verantwortlich, bot im Sinne des Artenschutzes sofort ihre Unterstützung an: „Wir werden bis zum Umfallen dafür kämpfen und alle nötigen Kompromisse eingehen, damit alles beim Alten bleibt.“

Foto: Shutterstock/SunCity